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Musikunterricht – welches Unterrichtsmodell ist für mich geeignet?

Wenn du Musikunterricht nehmen möchtest oder dir überlegst, dass dein Kind Musikunterricht bekommen sollte, kommst du in Kontakt mit den unterschiedlichsten Konzepten. Aber was beinhalten diese eigentlich und welches Konzept ist ab welchem Alter und bis zu welchem Alter eigentlich geeignet? Mit diesem Artikel möchten wir dir einen Überblick über die möglichen Konzepte geben, so dass du eine gute Basis für deine Entscheidung hast. Die öffentliche Musikschule In einem professionellen Umfeld erleben die Schüler*innen Musikunterricht. Dabei richtet sich der Unterricht sehr stark an Kinder und Jugendliche und alles ist auch hervorragend auf dieses Zielpublikum ausgerichtet. Das legt allein der zeitliche Ablauf nahe. Denn viele Unterrichte finden in den Nachmittagsstunden, also der schulfreien Zeit, statt. Das Lehrpersonal ist auf jeden Fall hochwertig ausgebildet, denn um Musiklehrer*in an einer öffentlichen Musikschule werden zu können, ist in den allermeisten Fällen ein Studium zwingend erforderlich. Für die Lernenden ist direkt beim Betreten der Musikschule klar, dass es jetzt um den Musikunterricht geht. Es wird keine ablenkenden Faktoren geben, denn die Infrastruktur ist immer professionell gestaltet. Die Unterrichtszeiten sind fest, was eine verlässliche Planung der Stunden ermöglicht. Findet der Unterricht in einer Gruppe statt, wird zusätzlich das Sozialverhalten stark gefördert, denn die Kinder und Jugendlichen müssen sich aneinander anpassen, um ein Resultat zu erzielen. Die Kosten für den Unterricht werden von der öffentlichen Hand subventioniert, was vielen die Entscheidung für eine öffentliche Musikschule erleichtert. Bei so vielen Vorteilen gibt es natürlich auch ein paar Nachteile. Dazu gehört die Tatsache, dass es nur wenig Raum für individuelle Wünsche gibt. Es kann also nur ein minimaler Einfluss stattfinden, welche Stücke beispielsweise erarbeitet werden. Manchmal findet eine kleine Vorauswahl statt, aus der die Lernenden dann wählen dürfen. In den Ferien findet kein Unterricht statt. Das finden die meisten Eltern während der Sommerferien gut. Im Frühling und Herbst aber wünschen sie sich ein Fortsetzen des Unterrichts auch in den Ferien. Die Fristen für An- und Abmeldung sind zwingend zu beachten. In den meisten Fällen ist jeweils Ende Mai und Ende November Anmeldeschluss bei öffentlichen Musikschulen. Darüber hinaus sind die Kinder von anderen Schüler*innen abhängig. Gerade ehrgeizige Kinder kann das schnell stören, denn wenn ein anderes Kind nicht geübt hat oder ständig zu spät ist, sich vielleicht unsozial während des Unterrichts verhält und stört, wird dadurch der Fortschritt im Unterricht gehemmt. Es gibt relativ strikte Kurspläne, was einerseits eine gewisse Planungssicherheit gibt, aber eben auch wenig Raum für Flexibilität lässt. Die Vergabe der Plätze ist gerade bei beliebten Instrumenten wie der Gitarre oder dem Klavier sehr ungewiss und erfordert viel Vorleistung durch die Lernwilligen. Da findet eine Gruppierung nach Kenntnisstand statt und unter Umständen landet man auf einer Warteliste, was den Frust bei Kindern und Jugendlichen erhöht. Der private Musikunterricht Mit der privaten Lehrperson entsteht bei entsprechender Sympathie meist ein sehr persönliches Verhältnis beim Lernen. Das ist natürlich stark von der Persönlichkeit der Lehrperson und den Lernenden abhängig, inwieweit man sich darauf einlässt. Die Planung des Unterrichts kann sehr individuell erfolgen und auf einzelne Wünsche wird sich die Lehrperson, sofern machbar, auch gerne einstellen. Der Unterricht findet entweder bei der lernenden Person zu Hause, bei der Lehrperson zu Hause oder in ihrem Studio statt. Wegezeiten entfallen insofern für eine Partei. Der Unterricht kann zeitlich sehr flexibel geplant und durchgeführt werden. Die Vergabe der Plätze kann ebenfalls relativ flexibel erfolgen und wer es sich leisten kann, findet in der Regel auch die passende Lehrperson. Auch bei diesem Konzept gibt es natürlich Nachteile, die wir hier nicht unerwähnt lassen wollen: So ist allein der Kostenaspekt nicht zu vernachlässigen, denn der Preis pro Stunde ist deutlich höher als in einer öffentlichen Musikschule. Der Wegfall der professionellen Infrastruktur kann gerade bei Jugendlichen zu Nachlässigkeit führen. Da es keinen festen Lehrplan gibt, hat die Lehrperson auch kaum Argumente, warum unbedingt geübt werden sollte. In diesem Rahmen gibt es nicht immer eine garantierte Lehrkompetenz, denn teilweise bieten schon Studierende von Musikinstrumenten auf Stufe Bachelor (oder z.T. auch ohne Ausbildung) Unterricht an, ohne dass sie eine pädagogische oder musikalische Basis dafür vorweisen können. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Private Musikschulen Sie sind die Symbiose aus privatem Unterricht und einer Musikschule – privat organisierte Musikschulen bieten eine grössere Möglichkeit, einen Platz zu bekommen. Der Unterricht kann hier einzeln oder in Gruppen erfolgen. Einer der Vorteile besteht sicher wieder im professionellen Umfeld, das den Schüler*innen direkt den Eindruck des Lernens vermittelt. Darüber hinaus gibt es auch hier einen festen Unterrichtsort. Gleichzeitig sind die Kosten in der Regel höher als an einer öffentlichen Musikschule, wiederum aber teilweise geringer als beim komplett privat organisierten Musikunter-richt. Grundsätzlich lohnt sich der Vergleich auf jeden Fall. Ausserdem entsteht eine gewisse Verbindlichkeit für beide Seiten, die der Musik sehr zuträglich ist. Man weiss, wann man sich wo einzufinden hat und konzentriert sich dort ganz auf die Musik. Musik-Plattformen In den letzten Jahren, auch im Rahmen der allgemeinen Digitalisierung verschiedener Lebensbereiche, machen Musik-Plattformen wie wir von sich reden. Ein grosser Vorteil ist die Vielfalt der Angebote. Denn auf Musik-Plattformen finden sich Lernende und Lehrpersonen zusammen. Da können durchaus auch Exoten zum Tragen kommen, an die man sonst kaum herankommt. Neben klassischen Elementen gibt es auch Instrumente und Stilrichtungen, die noch nicht so bekannt sind. Du findest bei Matchspace Music im Portfolio als qualifizierte Lehrpersonen diplomierte Lehrpersonen, professionelle Musiker*innen und verifizierte Musiktalente, bei denen du Unterricht bekommen kannst. Die Verifizierung erfolgt auf jeden Fall durch eine unserer bestehenden Lehrpersonen. Der Unterricht kann zeitlich und örtlich nach Vereinbarung stattfinden, wo es eben passt. Auch den Unterrichtsplan kannst du individuell abstecken. Die Lektionen sind wählbar mit einer Dauer von 30, 45, 60 und 90 Minuten. Das ermöglicht dir ein flexibles Einplanen in deinen Alltag. Der Unterricht kann nach Absprache sogar online erfolgen. Wenn du Fragen zu den einzelnen Lehrpersonen und deren Angeboten hast, kannst du sie natürlich kontaktieren. Auch wir selbst sind gut erreichbar. Du findest alle Kontaktangaben auf unserer Webseite. Viele Lehrpersonen haben ein eigenes Studio, in dem sie unterrichten. Das bietet den Schüler*innen einen festen und professionellen Rahmen für ihren Musikunterricht. Um für dich die passende Musik-Plattform zu finden, kannst du beispielsweise darauf achten, ob du einen Vertrag zur Leistungserbringung bekommst und was passiert, wenn der Unterricht ausfällt. Bekommst du dein Geld zurück? Wie ist die Plattform erreichbar und wie leicht ist es, eine Beratung durch eine Lehrperson zu bekommen? Achte vor allen Dingen auf die Spezialisierung der Plattform. Je genauer diese – in diesem Fall auf Musik – ist, desto besser. Einzelunterricht Egal, ob in einer öffentlichen Musikschule oder im Privatunterricht – im Einzelunterricht wirst du sehr individuell gefördert. Deine Lehrperson kann sich ganz auf dich konzentrieren und einlassen. Du stehst dadurch unter intensiver Beobachtung und Fehler können sofort erkannt und verbessert werden. Dadurch hast du die Möglichkeit, schnell grosse Fortschritte zu machen. Gerade für ehrgeizige Schüler*innen ist das ein grosser Vorteil. Sie können durch ihr eigenes Üben während der Woche ihren Fortschritt noch beschleunigen. Denn was sie bereits beherrschen, muss im Unterricht nur noch präsentiert werden und schon kann es weitergehen. Gerade Schüler*innen, die sich aus unterschiedlichen Gründen in Gruppen überfordert fühlen, sind im Einzelunterricht besser aufgehoben, weil man sich dort ganz auf sie einstellen kann. Dafür sind die Kosten beim Einzelunterricht meist höher und das muss man sich leisten wollen. Auch das Zusammenspiel wird nicht so stark gefördert. Im maximalen Fall erfolgt eine Begleitung durch die Lehrperson, was dann ein Duett darstellt. Aber wirkliches Musizieren in der Gruppe wird so nicht gefördert. Gruppenunterricht Sowohl in öffentlichen Musikschulen als auch im Privatunterricht sind die Kosten für den Gruppenunterricht geringer, je grösser die Gruppe der Unterrichteten ist. Das Sozialverhalten wird stark gefördert, denn Fortschritte sind nur in dem Mass möglich, wie es das schwächste Glied in der Gruppe bewältigt. Es muss zwangsläufig eine Kommunikation erfolgen. Auch eine gewisse Team-Kompetenz wird vermittelt. Wer Pech hat und keine für sich passende Gruppe erwischt, kann schnell den Spass verlieren. Da hat man unter Umständen also extra auf eine Gruppe gewartet und dann möchte man am liebsten sofort wechseln. Brauche ich direkt ein eigenes Instrument? Wenn du dich für dein gewähltes Instrument begeistert hast, wirst du dir auch ein eigenes Instrument wünschen. Aber für den Anfang reicht es absolut aus, wenn du dir ein Instrument mietest. Dafür gibt es gute Angebote, die teilweise später beim Kauf des Instruments auch den bisher gezahlten Mietzins anrechnen. Dadurch hast du den Vorteil, dass du das Instrument für dich erproben kannst, ohne dich direkt festlegen zu müssen. Die einzelnen Lehrpersonen können dich hier wunderbar beraten, so dass du sicher direkt den richtigen Service findest. Warum sollte ich überhaupt ein Instrument lernen? Egal, ob in einer öffentlichen oder privaten Musikschule, bei einem Privatlehrer oder auch über eine Musik-Plattform, unabhängig davon, ob du im Einzel- oder Gruppenunterricht lernst – Musik kann dir ganz neue Welten eröffnen. Du lernst, dich anders als sonst auszudrücken. Darüber hinaus kann Musik sogar deine Gesundheit unterstützen. Das ist der Grund, weshalb inzwischen sogar einige Krankenkassen dazu übergehen, Musikunterrichte finanziell zu unterstützen. Ganz unabhängig von Förderungen und Unterstützungen tust du mit dem Erlernen eines Instruments garantiert etwas für deine Seele. Denn du kannst dich in die Musik fallenlassen und gleichzeitig bleibt dein Geist beweglich. Du stellst dich ständig auf etwas Neues ein, du erarbeitest neue Techniken und das macht flexibel. Gerade bei Kindern konnte man beobachten, dass sich häufig die Motorik, das Gehör und vielfach sogar die Sprache verbesserten, wenn sie Musikunterricht bekamen. Denn für die Musik sind Rhythmus und Melodie unverzichtbare Aspekte. Gerade die Corona-Zeit hat die Bedeutung von Musik bei vielen Menschen erst so richtig in den Fokus gerückt. Die Musik konnte hier für aktive Entspannungsphasen sorgen. Bin ich vielleicht schon zu alt, um noch ein Instrument zu lernen? Leider hält sich bis heute hartnäckig das Gerücht, ab einem gewissen Alter könne man nichts Neues mehr lernen. Unsere Lehrpersonen können da ganz andere Geschichten erzählen. Denn das Lernen eines Instruments hält deinen Geist beweglich und davon kannst du nur profitieren. Wenn du als erwachsene Person ein Instrument lernst, weisst du schon viel genauer als ein Kind oder eine jugendliche Person, was du willst und daher wird es dir leicht fallen, deinen persönlichen Stil zu finden. Wenn du dir unsicher bist, wie du vorgehen solltest, nimm am besten noch heute Kontakt auf.

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