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Matchspace Music Stimmungsbarometer in Kalaidos-Studie zitiert - das sind die Ergebnisse

Sie lieben, was sie tun – und arbeiten trotzdem am Limit. Eine neue Arbeitsmarktanalyse der Kalaidos Fachhochschule zeichnet ein differenziertes Bild der beruflichen Realität von Musiker*innen in der Schweiz. Unser Matchspace Music Stimmungsbarometer 2025 wurde dabei mehrfach als Quelle herangezogen.


Kalaidos Studie
Die Kalaidos Studie - zwischen Berufung und Belastung

Wir freuen uns: Der Matchspace Music Stimmungsbarometer 2025 wurde von der Kalaidos Fachhochschule Schweiz in ihrem Studienreport «Zwischen Berufung und Belastung» mehrfach zitiert. Die Studie untersucht systematisch, wie Personen in der Schweiz im Bereich Musik und Musikpädagogik tatsächlich arbeiten – und die Ergebnisse sind aufschlussreich.


Unterrichten und Auftreten: der Normalfall, nicht die Ausnahme

Ein verbreitetes Vorurteil widerlegt die Studie direkt: Musikpädagogik ist keine Notlösung für gescheiterte Bühnenkarrieren. 62 % der Befragten sind gleichzeitig pädagogisch und performativ tätig – niemand in der Stichprobe lebt ausschliesslich von der Bühne. Die Doppelrolle aus Unterrichten und künstlerischer Praxis ist der Normalfall. Sie wird oft als bereichernd erlebt, erzeugt aber erhebliche Koordinationsanforderungen, für die kaum institutionelle Unterstützung besteht.


Dazu kommt eine ausgeprägte Fragmentierung: Fast die Hälfte der Befragten jongliert täglich mit einem Mix aus verschiedenen Verträgen und Beschäftigungsformen – kleine Pensen in verschiedenen Gemeinden oder Kantonen, unbezahlte Pendelzeiten, Unterricht in Randstunden, der mit dem Familienleben kollidiert.


Grosse Freude, grosse Belastung – gleichzeitig

Das Ergebnis ist ein bemerkenswertes Spannungsverhältnis: Die Befragten empfinden grosse Freude an ihrer Arbeit – und erleben ihre Belastung gleichzeitig als sehr hoch. 60 % ordnen ihre Arbeitsbelastung dem kritischen Spitzenbereich zu. Dasselbe Muster beim Wohlbefinden: Der Alltag ist inhaltlich erfüllend, aber viele fühlen sich morgens alles andere als ausgeruht.


Auch finanziell bleibt die Lage für viele angespannt. 51 % geben an, dass am Monatsende regelmässig Geld übrigbleibt – 25 % haben wenig bis keinen finanziellen Spielraum. Im Performance-Bereich werden Gagen von CHF 300 pro Konzert genannt, die inklusive Vorbereitung, Proben und Anfahrt einem «miserablen Stundenlohn» entsprechen, der in keinem Verhältnis zur akademischen Ausbildung steht.


Die zentrale Erkenntnis

Die Belastung entsteht nicht in der Tätigkeit selbst – sondern in den Bedingungen, unter denen sie ausgeübt wird. Das ist die klare Botschaft der Studie. Und es ist genau das, was auch unser Stimmungsbarometer 2025 zeigt: Musiklehrpersonen sind intrinsisch motiviert und engagiert. Was sie fordert, sind die strukturellen Rahmenbedingungen.


Hier kann die Zusammenfassung der Kalaidos-Studie gelesen werden:


Hier kann die komplette Studie als PDF heruntergeladen werden:


Hier kann die Matchspace Music Studie zum Thema gelesen werden:



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