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Tuba oder Sousaphon spielen lernen für Anfänger*innen – das solltest du wissen

Du überlegst, Tuba spielen zu lernen – und fragst dich, ob dieses mächtige Instrument wirklich etwas für dich ist? Die Tuba ist das grösste und tiefste Blechblasinstrument im Orchester und sorgt für das solide Fundament in Blasorchestern, Brass-Bands und sinfonischen Werken. Trotz ihrer imposanten Grösse ist die Tuba überraschend zugänglich – und wer einmal ihren warmen, vollen Klang gehört hat, ist oft sofort fasziniert. In diesem Artikel beantworten wir dir die wichtigsten Fragen rund ums Tuba spielen lernen.


Die Posaune - ein anspruchsvolles Blasinstrument

Was ist die Tuba für ein Instrument?

Die Tuba gehört zur Familie der Blechblasinstrumente und ist das tiefste Instrument dieser Gruppe. Wie bei allen Blechblasinstrumenten erzeugt die spielende Person Töne durch das Schwingen der Lippen am Mundstück – der Luftstrom wird durch das breite Metallrohr geleitet und am Schallstück als Klang abgestrahlt.


Was die Tuba auszeichnet, ist ihre Funktion als Bassinstrument: Sie liefert den harmonischen und rhythmischen Unterbau im Ensemble und trägt den Klang von unten. Kein Orchester, keine Blaskapelle, keine Brass-Band klingt ohne sie vollständig. Gleichzeitig ist die Tuba solistisch viel vielseitiger, als viele vermuten – in der Jazzszene, im modernen Konzertfach und sogar in der Popmusik hat sie längst ihren Platz gefunden.


Wie ist die Tuba aufgebaut?

Eine Tenortuba (B-Tuba) – das häufigste Modell für Einsteiger*innen – besteht aus folgenden Hauptteilen:


  • Mundstück: Deutlich grösser als bei Trompete oder Posaune. Ein grosses Mundstück erleichtert die tiefen Töne und den vollen Klang.

  • Ventile: Je nach Modell 3 bis 6 Ventile – als Drehventile oder Perinetventile. Durch ihre Kombination wird der Luftweg verlängert und so die Tonhöhe verändert.

  • Schallstück (Stürze): Der grosse Ausgabetrichter, durch den der Schall austritt. Er zeigt bei den meisten Tuben nach oben.

  • Stimmzug: Zur Feinabstimmung der Intonation.

  • Wasserklappen: Kleine Klappen, über die sich Kondenswasser ablassen lässt – ein wichtiges Detail im Alltag!

  • Bügel und Halterungen: Griffe und Stützen, um das schwere Instrument während des Spielens sicher zu halten.


Die Gesamtlänge des aufgewickelten Rohrs beträgt je nach Modell über 5 Meter – das erklärt den vollen, raumfüllenden Klang.


Sousaphon

Welche Tuben gibt es?

Es gibt mehrere Typen, die je nach Einsatzbereich und Erfahrungslevel geeignet sind:


  • Kontrabasstuba (B-Tuba) Das häufigste Modell in Orchestern und Blaskapellen. Sie ist die Standardwahl für Einsteiger*innen im Orchestereinsatz und deckt den tiefen Bassbereich vollständig ab.

  • Kontrabasstuba (C-Tuba) In deutschen und österreichischen Orchestern weit verbreitet. Etwas leichter spielbar in Orchesterstimmung, da keine Transpositionsumrechnungen nötig sind.

  • Basstuba (Es-Tuba / Eb-Tuba) Kleiner und etwas heller im Klang. Besonders in britischen Brass-Bands und im Schweizer Blasmusikwesen verbreitet – und oft die erste Tuba für Jugendliche, da sie leichter und handlicher ist.

  • Basstuba (F-Tuba) Schlanker und wendiger, ideal für solistische Aufgaben. Viele Profimusiker*innen besitzen eine F-Tuba für Solokonzerte und eine B- oder C-Tuba für den Orchesterdienst.

  • Sousaphon Eine spezielle Bauform der Tuba, die kreisförmig über den Körper getragen wird – entwickelt für Marschkapellen. Der Trichter zeigt nach vorne.


Für den Einstieg empfehlen die meisten Lehrpersonen eine B-Tuba oder Eb-Tuba – je nach Ensemble-Kontext. Frag beim Probeunterricht, welche für dein Ziel am besten passt.


Wie wird die Tuba gespielt?

Das Herzstück des Tubaspiels ist die sogenannte Ansatztechnik: Die Lippen spannen sich am Mundstück und erzeugen beim Ausatmen eine Schwingung. Die Tonhöhe wird durch zwei Faktoren gleichzeitig gesteuert:


  1. Ventile: Durch das Drücken von Ventilkombinationen wird der Luftweg verlängert und die Grundtonhöhe abgesenkt.

  2. Lippenspannung (Ansatz): Durch mehr oder weniger Spannung lassen sich in jeder Ventilstellung mehrere Töne spielen (sogenannte Naturtöne der Obertonreihe).


Gehalten wird die Tuba je nach Modell auf dem Schoß (sitzend) oder auf einem Ständer. Besonders wichtig bei der Tuba ist die Atemtechnik: Das grosse Rohrvolumen braucht mehr Luft als kleinere Blechblasinstrumente. Eine bewusste, tiefe Zwerchfellatmung ist daher von Anfang an zentral und wird im Unterricht systematisch aufgebaut.


Tuba in Orchester

Brauchst du Zusatzmaterial?

Der Pflegeaufwand ist überschaubar, aber regelmässige Pflege ist wichtig, damit das Instrument gut klingt und die Mechanik geschmeidig bleibt:


  • Ventilfett / Ventilöl: Je nach Ventiltyp – Drehventil (Fett oder Öl) oder Perinetventil (Öl) – regelmässig schmieren.

  • Reinigungsset: Reinigungsschlange in verschiedenen Durchmessern, Tuch und Bürstenset für Mundstück und Rohre.

  • Stimmgerät: Ein einfaches chromatisches Stimmgerät oder eine App reicht zu Beginn völlig aus.

  • Notenständer: Für das Üben zuhause hilfreich.

  • Koffer oder Gig-Bag: Eine Tuba braucht einen robusten, gut gepolsterten Koffer – das Instrument ist wertvoll und empfindlich.

  • Ständer: Ein Tubasting oder Instrumentenständer schützt das Instrument, wenn es abgestellt wird.


Ab welchem Alter kann mein Kind Tuba spielen lernen?

Die meisten Lehrpersonen empfehlen ein Einstiegsalter von etwa 10 bis 12 Jahren. Die Gründe: Die Tuba ist schwer – je nach Modell zwischen 5 und 14 kg – und kleinere Kinder haben Mühe, sie sicher zu halten. Dazu erfordert das grosse Mundstück eine gewisse Lungenkapazität, und die Ventilgriffe brauchen eine entsprechende Handgrösse.


Für jüngere Kinder, die unbedingt früher mit einem tiefen Blechblasinstrument starten möchten, ist die Eb-Tuba oder das Euphonium (eine kleinere Variante) oft eine bessere Wahl. Einige Musikschulen bieten auch spezielle Kinder-Tuben oder Leihmodelle in kleinerer Grösse an. Frag deine Lehrperson – sie kann das Instrument und dein Kind gemeinsam einschätzen.


Kann ich auch als Erwachsene*r – vielleicht sogar im Rentenalter – noch Tuba spielen lernen?

Ja, absolut. Erwachsene Einsteigerinnen sind in der Blasmusikszene keine Seltenheit – viele Brass-Bands und Blaskapellen freuen sich über motivierte Neumitglieder jeden Alters. Einzige Voraussetzung ist eine gesunde Lunge und ausreichend Atemkapazität – das Tuba spielen ist sogar gesundheitsfördernd: Es stärkt das Zwerchfell, schult die Körperwahrnehmung und hat eine entspannende Wirkung. Wer als Erwachsener beginnt, profitiert oft davon, dass man Anweisungen der Lehrperson besser einordnen und gezielter üben kann. Du wirst überrascht sein, wie schnell du erste Stücke spielen kannst!


Was kostet eine Tuba?

Die Tuba ist eines der grösseren Investments unter den Orchesterinstrumenten:

Kategorie

Preisspanne (CHF)

Einsteigermodelle (neu)

1'500 – 4'000

Mittelklasse (Fortgeschrittene)

4'000 – 10'000

Profi-Instrumente

10'000 – 25'000+

Gebraucht

Ab ca. 800

Für den Einstieg ist ein neues Instrument im Bereich von CHF 2'000–3'500 eine solide Wahl. Finger weg von sehr billigen Modellen unter CHF 1'000 – diese haben oft schlechte Intonation, minderwertige Ventile und frustrieren beim Lernen. Ein gut gewartetes Gebrauchtinstrument kann dagegen eine sehr gute und günstige Alternative sein.


Tuba und Notenständer

Muss ich mir direkt eine Tuba kaufen?

Nein, das musst du nicht. Angesichts des Preises und der Grösse des Instruments lohnt sich der Einstieg über ein Mietmodell. Das ist ideal, um:


  • zunächst zu testen, ob die Tuba wirklich das richtige Instrument ist,

  • ein gutes Gefühl für Grösse und Gewicht zu bekommen,

  • ohne grosses finanzielles Risiko zu starten.


Viele Händler rechnen die bezahlten Mietzinsen ganz oder teilweise auf den späteren Kaufpreis an. Frag auch bei lokalen Blasmusikvereinen nach – dort gibt es oft Instrumente, die günstig oder sogar kostenlos verliehen werden.


Wo kannst du dir eine Tuba kaufen?

  • Musikhandel: Im Fachhandel kannst du die Tuba vor dem Kauf spielen und dich persönlich beraten lassen – idealerweise gemeinsam mit deiner Lehrperson. Gute Anlaufstellen in der Schweiz sind Musik Hug, Musik Spiri oder spezialisierte Blasmusikfachhändler.

  • Internet: Bekannte Plattformen wie Thomann oder Musik Hug Online bieten ein grosses Sortiment. Achte auf Rückgabemöglichkeiten und Herstellergarantie.

  • Gebrauchtmarkt: Plattformen wie Ricardo.ch, tutti.ch oder Musikbörsen von Blasmusikvereinen sind gute Quellen für günstige Instrumente. Lass ein Gebrauchtinstrument aber immer von einer Lehrperson oder einem Fachbetrieb checken, bevor du kaufst – Ventile und Stimmzüge können verborgen defekt sein.


Ist es schwer, Tuba spielen zu lernen?

Die Tuba hat einen Ruf als «einsteigerfreundliches» Blechblasinstrument – und das stimmt tatsächlich zum Teil. Die grossen Rohre und das breite Mundstück verzeihen anfangs etwas mehr als bei Trompete oder Horn, und die ersten satten Töne kommen meist schon in der ersten Stunde.


Was etwas Zeit braucht, ist der Ansatz – also die Kondition und Kontrolle der Lippen. Wie beim Sport trainierst du hier Muskeln, die anfangs schnell ermüden. Kurze, regelmässige Übungseinheiten (15–20 Minuten täglich) sind am Anfang wirkungsvoller als seltenes, langes Üben. Und schon nach wenigen Wochen kannst du in einem Ensemble mitspielen und Teil der Musik sein – genau das motiviert die meisten Tubist*innen am stärksten.


Hast du noch Fragen?

Wir hoffen, dieser Artikel hat dir einen guten Überblick gegeben und dich vielleicht sogar ein wenig angesteckt für dieses grossartige Instrument. Wenn du weitere Fragen hast oder weisst, dass du loslegen möchtest: Wir bei Matchspace Music helfen dir gerne weiter. Wir vermitteln dir eine erfahrene Tuba-Lehrperson – passend zu deinem Alter, Niveau und Wohnort. Schau dir jetzt unsere Tuba-Lektionen an und mache deinen Probeunterricht – mit unserer 24-Stunden-Zufriedenheitsgarantie ohne Risiko. Wir freuen uns auf dich! 🎺


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Matchspace Music ist eine Schweizer Plattform zur Vermittlung von qualifizierten Musikunterrichts-Lehrpersonen. Alle Angaben zu Preisen, Einstiegsalter und Instrumentenkunde basieren auf der pädagogischen Erfahrung unserer Lehrpersonen sowie anerkannten musikpädagogischen Quellen.


Matchspace Music. (2026). Verfasser (Olivier Kipfer, Marketing und Mitgründer, Matchspace Music) Tuba spielen lernen für Anfänger*innen – das solltest du wissen. Matchspace Music Blog. https://www.blog.matchspace-music.ch/post/tuba-spielen-lernen


🤖 Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und vom Matchspace Music Team redaktionell geprüft, ergänzt und freigegeben.


Quellenverzeichnis

Alle verlinkten Quellen wurden im Rahmen der Artikelrecherche konsultiert und stützen die im Text gemachten Aussagen.


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